Notgeld der Stadt Laage
herausgegeben in den Jahren 1922 und 1923

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Notgeld der Stadt Laage, 1922,  5o Pfennig, Vorderseite Notgeld der Stadt Laage, 1922,  5o Pfennig, Rückseite
Notgeld der Stadt Laage, 1922,  25 Pfennig, Vorderseite Notgeld der Stadt Laage, 1922,  25 Pfennig, Rückseite
Notgeld der Stadt Laage, 1922,  10 Pfennig, Vorderseite Notgeld der Stadt Laage, 1922,  10 Pfennig, Rückseite
Notgeld der Stadt Laage, 1923, 50 Pfennig, Vorderseite Notgeld der Stadt Laage, 1923, 50 Pfennig, Rückseite
Notgeld der Stadt Laage, 1923, 75 Pfennig, Vorderseite Notgeld der Stadt Laage, 1923, 75 Pfennig, Rückseite

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Was ist Notgeld?

Seit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 vermehrte sich im Deutschen Reich die umlaufende Geldmenge und führte zu einer kontinuierlichen Geldwertverschlechterung und sinkender Kaufkraft.
Mit der militärischen Niederlage 1918 blähte sich die Geldmenge weiter auf. Nach Bekanntgabe der im Londoner Ultimatum von 1921 festgesetzten Höhe der alliierten Reparationsforderungen beschleunigte sich die Inflation nochmals. Als sie im November 1923 ihren Höhepunkt erreichte, waren die Ersparnisse zahlloser Familien vernichtet.
Trotz Nachdruck reichten die verfügbaren Zahlungsmittel nicht aus, denn die Druckmaschinen konnten den schwindelerregenden Wertverlust während der Hyperinflation einfach nicht mehr durch vermehrten Notendruck ausgleichen.
Deshalb wurden von mehr als 5.800 Städten, Gemeinden und Firmen eigene Notgeldscheine herausgegeben. Die Bevölkerung nahm alles als Zahlungsmittel an, was wie Geld aussah oder irgendwie "wertbeständig" wirkte.
Der Prokurist Max Reinhold Wulst aus Schwerin hatte die Idee, zu Ehren des berühmten mecklenburgischen Heimatdichters Fritz Reuter (1810-1874) eine Notgeldserie zu emittieren. Seinem Aufruf folgten 71 Städte. Als die Stadt Laage in den schwierigen Jahren nach dem Ende des 1. Weltkrieges Notgeld herausgeben musste, um den Bedarf an Kleingeld decken zu können, verfasste der Laager Bürgermeister Fritz Kähler (1873-1942) den auf den Scheinen abgedruckten Text.